Fuß-Lexikon

Diabetikerfuß

nervengeschädigter Fuß bei Diabetes mellitus, vermindertes Schmerzempfinden, schlechte Wundheilung bei gleichzeitiger Durchblutungsstörung.

Behandlungsziel: Weichbettung des empfindlichen Fußes, Vermeidung von Druckstellen und deren weiter reichenden Folgen, z.B. Blutvergiftung durch Keime, die in offene Wunden gelangen.

 

Fersensporn

Ein dornartiger Knochenauswuchs. Ein Fersensporn bildet sich am Sehnenansatz von Muskeln am Fersenbein. Durch eine Überbeanspruchung des Gewebes entstehen Mikoverletzungen, die zum Fersensporn führen können. Der Körper lagert als Reparaturmaßnahme Knochenmaterial in den Sehnenansatz ein.

Behandlungsziel: Die Entlastung der Verknöcherung am Fersenbein durch Aussparung und Weichpolsterung im Fersenbereich.

 

Hallux Rigidus

Hallux Rigidus ist eine schmerzhafte Versteifung des Großzehengrundgelenkes. Es erfolgt eine Überstreckung der Großzehe im Grundgelenk. Dieses ist in der Beweglichkeit eingeschränkt.

Behandlungsziel: Die Entlastung des meist schmerzhaft versteiften Großzehengelenkes durch einen horizontalen Großzehenlappen. Dieser gewährleistet eine Ruhigstellung des an dem Gelenk liegenden Fußabschnittes.

 

Hohlfuß (lat. Pes excavatus)

Bei diese Fehlstellung ist das Längsgewölbe des Fußes stark erhöht. Der Rist ist überhöht und die Ferse nimmt eine nach innen gerichtete Stellung ein. Bei Hohlfüßen ist häufig eine Krallen -bzw. Klauenstellung der Zehen zu beobachten.

Behandlungsziel: Die Beseitigung der Supination des Rückfußes, der Pronation und Adduktion des Vorfußes sowie die meist damit verbundene Aufrichtung des eingesunkenen Quergewölbes. Die eingesetzte bettende Einlage darf das Längsgewölbe nicht unterstützen, sondern soll streckend wirken.

 

Klumpfuß (lat. Pes equinovarus adductus)

Der Klumpfuß ist eine meist angeborene oder lähmungsbedingte Fußdeformität. Das typische Erscheinungsbild ergibt sich durch die Kombination von Hohl-, Sichel- und Spitzfuß. Es wird oft eine Einwärtsdrehung des Fußes beobachtet (die Fußsohle zeigt nach innen). Der Rückfuß steht in einer extremen Varusstellung. Das Längsgewölbe ist wie beim Hohlfuß  stark erhöht und der Vorfuß steht in Adduktion.

Behandlungsziel: Mit Hilfe einer 3-Backen-Einlage mit Pronationsleiste sollen die Spitzfußstellung, die Adduktion des Vorfußes und die Varusstellung des Rückfußes korrigiert werden. Die Einlagenversorgung ist hier jedoch nur eine ergänzende Maßnahme zu Gips, Nachtschiene und ähnlichem.

 

Knickfuß (lat. Pes valgus)

Einwärtsneigung (Pronation) des Rückfußes Senkung des Fersenbeins und Sprungbeinverlagerung Überführung in eine stärkere Verkrümmung.

Behandlungsziel: Die Aufrichtung des in Pronation stehenden Rückfußes und die Abduktion des Vorfußes.

 

Plattfuß (lat. Pes planus)

Einsinken eines oder mehrerer Traggewölbe bzw. Verlust der lotrechten Statik.

Behandlungsziel: Die Druckentlastung der oft schmerzhaften Knochenvorsprünge und Schwielen. Das Abrollen, das meist gestört ist, soll erleichtert werden.

 

Rheumafuß

Schmerzhafte, Funktionsbeeinträchtigung an Muskeln und Gelenken durch rheumatische Zustände.

Behandlungsziel: Entlastung und Bettung des schmerzenden Fußes. Es soll möglichst früh versucht werden, kontrakte Fehlstellungen zu verhindern.

 

Senkfuß (lat. Pes planus)

Abflachung der Längsgewölbe. Der Senkfuß ist meist Anfangsstadium vom Plattfuß.

Behandlungsziel: Stärkung der Fußmuskulatur und Aufrichtung des Längsgewölbes.

 

Senk-Spreizfuß (lat. Pes planotransversus)

Abflachung von Längs- und Quergewölbe.

Behandlungsziel: Die Aufrichtung des Längs- und Quergewölbes sowie partielle Entlastung bei Schwielenbildung.

 

Sichelfuß (lat. Pes adductus)

Eine meist angeborene Mittelfußkontraktur, die ressesiv vererbbar ist. Die Zehen und der Mittelfuß richten sich stark nach innen. Oft wir ein nach innen gerichteter Gang beobachtet. Bleibt der Sichelfuß dauerhaft bestehen, so kann dies zu einer einer Versteifung des Mittelfußes führen.

 

Spreizfuß (lat. Pes transversoplanus)

Spreizung des Mittelfußes (Auseinanderweichen der Knochenstrahlen des Mittelfußes), Abflachung des Quergewölbes.

Behandlungsziel: Die Aufrichtung des eingesunkenen Quergewölbes und die Druckentlastung des Vorfußes.